Unsere Projekte

Der Einsatz von RFID im öffentlichen Raum, beispielsweise in Museen, im Rahmen von Ausstellungen oder im Zusammenhang mit touristischen Informationssystemen ist noch weitgehend unerforscht. Wichtige Forschungs- und Anwendungsfelder in POSEIDON sind daher positions- und kontextsensitive Informationssysteme zur Besucherinformation, -lenkung und -forschung aber auch zur Interaktion mit den Museumsobjekten. Im Folgenden werden die im Rahmen von POSEIDON entwickelten Anwendungen vorgestellt.

À la carte

Im Projekt verwendeter Loeffel Im Rahmen der »Kosher und Co.« Wechselausstellung des Jüdischen Museums wurde das À-la-carte-System entwickelt. Dabei können die Besucher innerhalb der Ausstellung Rezepte sammeln, indem sie einen mit RFID ausgestatteten Löffel über speziell präparierte Teller halten. Die gesammelten Rezepte können später über die Webseite des Jüdischen Museums abgerufen werden. Weiterführende Informationen finden sie hier.

Veranstaltungsmanagement

Konferenzen bieten sich zum Knüpfen neuer Geschäftskontakte an - traditionell geschieht dies durch den Austausch von Visitenkarten.

Bild der Stele Aus einer studentischen Abschlussarbeit entstand in Zusammenarbeit mit der Bureau Q GmbH ein RFID-basiertes Veranstaltungsmanagementsystem. Durch den Einsatz aktiver OpenBeacon-Proximity-Tags werden Interaktionen und Kontakte der Teilnehmer von Events erfasst und wiedergegeben.
Jeder Teilnehmer agiert im System zunächst anonym. Während oder im Anschluss der Veranstaltung kann er über eine webbasierte Anwendung in seinem Profil persönliche Kontaktdaten hinterlegen. Die Zuordnung erfolgt über die eindeutige Transponder-ID. Die Software ermöglicht des Weiteren die grafische Auswertung der Personenkontakte während der Veranstaltung.

Multimedialer Kleiderständer

Bild multimedialer Kleiderständer In Kooperation mit dem Modelabel schmidttakahashi wurde eine RFID-basierte Installation zur Identifizierung von Kleidungsstücken entwickelt. Dabei handelt es sich um einen interkativen Kleiderständer. Durch in den Bekleidungs­stücken angebrachte RFID-Labels können diese identifiziert werden. Auf einem Display erhalten die modeinteressierten Benutzer vertiefende Informationen zu den Kleidungsstücken von schmidttakahashi angezeigt.
Im Rahmen der Berliner Fashion Week wurde am 8.Juli 2010 im Direktorenhaus in der Mitte Berlins mit einer exklusiven Performance die brandneue Kollektion 101 der beiden jungen Designer­innen Eugenie Schmidt und Mariko Takahashi und der multimediale Kleiderständer vorgestellt.

Digital Storyteller

Bild der Stele Für die Ausstellung »Schahname. Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige«, welche vom Sa 19. März – So 3. Juli 2011 im Pergamonmuseum zu sehen ist, entwickelten Informatiker und Designer der Forschungsgruppe INKA in Kooperation mit den Besucherdiensten und dem Museum für Islamische Kunst eine interaktive RFID-Installation. Korrespondierend zur Ausstellungsthematik erhält der Besucher eine mit RFID-Tag ausgestattete Eintrittskarte in Form eines Lesezeichens.
An sechs Medienstation, die durch das Flüstern von Geschichten Interesse erzeugen, kann der Besucher durch das Vorbeiführen seiner Eintrittskarte diese Geschichten ‘einsammeln’. Jede Eintrittskarte ist mit einem individuellen Code bedruckt, womit der Besucher auf der Webseite www.smb.museum/rostam anschließend seine eingesammelten Geschichten in Ruhe anhören kann. Weiterführende Informationen finden Sie im Pressetext sowie im Betrag zum Tagungsband »Kultur und Informatik: Multimediale Systeme«. Die Umsetzung dieses Projektes wurde ermöglicht durch die EFRE-Projekte IMPACT und POSEIDON. Weiterführende Informationen finden sie hier.

Rostam Mobile

Aus Anlass der Sonderausstellung "Shahname. 1000 Jahre persisches Buch der Könige" wurde die Installation Digitale Geschichtenerzähler um einen weiteren Anwendungsfall auf Basis der aktiven RFID-Technologie erweitert. Diese Erweiterung erlaubt es dem Besucher mit Hilfe eines mobilen Gerätes (iPod/iPad), die Geschichten sofort in der Ausstellung zu hören.
Weiterführende Informationen finden Sie im Betrag zum Tagungsband »Kultur und Informatik: Multimediale Systeme«.